Die warmen Tage und lauen Abende laden dazu ein unsere Gärten zu genießen. Neben einem guten Getränk, einer Grillerei ist es vor allem gute Musik, die den Augenblick vollkommen macht. Musik ist es auch, die unsere Seele berührt. Im Freien aber kann der Musikgenuss rasch zu Verstimmungen führen, denn Musikgeschmack ist so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Schnell kann die Musik der Nachbarn zu einem Ärgernis der anderen Nachbarn werden.

Genau wegen diesem Umstand hat der Gesetzgeber genau definiert, wann eine Lärmerregung eintritt.

Einerseits gibt es das Kärntner Landessicherheitsgesetz - K-LSiG welches im § 2 „Lärmerregung“ im Allgemeinen regelt, andererseits gibt es noch die Lärmschutzverordnung der Gemeinde, die im § 2 lit. a) besagt, dass u.a. durch überlauten Betrieb von … Musikgeräten … in der Zeit von 22:00h bis 6:00h erregt wird.

Umgekehrt bedeutet dies aber nicht, dass zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr dem Musikgenuss uneingeschränkt nachgegangen werden darf, zumal bereits wegen ihrer Lautstärke für das menschliche Empfindungsvermögen unangenehm in Erscheinung tretenden Geräusche als Lärmerregung zu verstehen sind und dass das Tun oder Unterlassen, das zur Erregung des Lärms führt, jene Rücksichten vermissen lässt, die im Zusammenleben mit anderen Menschen verlangt werden müssen.

Sollte es dennoch zu Lärmbelästigungen kommen, so ist hierfür die nächste Polizeidiensstelle, in unserem Fall die Polizeiinspektion Ferlach, zu kontaktieren. Lärmerregung ist eine Verwaltungsübertretung und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu € 218,00 oder Arrest bis zu zwei Wochen zu bestrafen.

Bevor es aber so weit kommt, ist es immer besser und für ein gutes Miteinander auch wichtig, zuerst direkt den Weg und das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen. Das nicht aber erst, wenn es bereits ein so starkes Ärgernis ist, dass ein ruhiges Gespräch nur mehr schwer möglich ist.

Wir wünschen Ihnen und uns allen einen schönen, ruhigen und entspannten Sommer.